Hausgemacht! Die Kreativen vom Münchner Christkindlmarkt

Die Menschen vom Münchner Christkindlmarkt: Marktkaufleute stellen sich vor

Sie machen das meiste noch per Hand: Wir haben Standlbetreiber*innen vom Münchner Christkindlmarkt in ihren Werkstätten besucht. In unseren Portraits erzählen sie, wie sie arbeiten und warum sie ihre schöpferische Tätigkeit lieben.

Zinnfiguren
Anette Göttlicher
Die Zinnfiguren von Gunnar Schweizer entstehen in aufwendiger Handarbeit in der Familien-Manufaktur

"Das Material gehört zu mir", sagt Siegfried Stuhlmüller aus Riedering über sein Hirschhorn. Dabei kam er einst per Zufall dazu. Seit über 30 Jahren fertigt er Schmuck, Knöpfe oder Messergriffe aus dem Naturprodukt, für das keinem Hirsch ein Haar gekrümmt werden muss – schließlich fällt es von selber ab. Für Stuhlmüller ist die Hornschnitzerei mehr als ein Beruf, er nennt es eine Lebensaufgabe. Wie er beim Schnitzen seiner Unikate vorgeht, warum das so aufwendig ist und er wohl der Letzte seiner Art bleiben wird, erzählt er im Video.

Festlich & zart: Federengel von Michaela Linder

Federengel
MDE

In ihrer Werkstatt in Scheyern haucht Michaela Linder den Federengeln das Leben ein: Kleine Beschützer zum Verschenken oder für die eigene Weihnachtsdekoration. Die zarten Geschöpfe entstehen aus Daunen, Holz und Materialien, die sie in der Natur findet.  Wie lange sie schon Engel herstellt, welche Federn sie verwendet und wie viele Modelle sie entworfen hat, verrät die Kunsthandwerkerin im Video.

Absolut Kult: Bodo's Lebkuchen

Bodo's Lebkuchen
MDE

Saftige Lebkuchen und feinste Pralinen: Robert Müller führt in seiner Backstube in Pöcking die Tradition von "Bodo's Lebkuchen" mit großer Leidenschaft fort. Übernommen hat er das Standl am Christkindlmarkt von seinem Onkel, dem Kult-Konditor und Promi-Bäcker Bodo E. Müller. Der ließ es sich nicht nehmen, für den Video-Dreh beim Neffen vorbeizuschauen. Gemeinsam gewähren sie einen Blick in die Backstube.

Glühwein per Express: Die Rohrers von der Beerenalm

Rohrer Glühwein
MDE

Ganz schön erfinderisch dieser Familienbetrieb: Aus der Garage beliefern Josef und Birgit Rohrer ihre Münchner Kundschaft in der Pandemie mit dem "Glühwein-Express". Im roten Elektro-Flitzer sausen sie mit ihren beliebten Fruchtweinen von der Beerenalm einfach, flexibel und emissionsfrei zu euch an die Haustür. Welche Sorten ihr unbedingt probieren solltet und wie das heimische "Logistikzentrum" der Rohrers ausschaut, sieht man im Video.

Sein Name ist zwar nicht Hans, aber Markus Kaiser ist als "Mandelhans" mit seinem Familienbetrieb eine Süßwaren-Institution in München. Wie entstehen eigentlich die frisch gebrannten Mandeln, welche Zutaten benötigt man und worauf muss man unbedingt achten, damit man sich nicht die Zähne ausbeißt? Kaiser erklärt es und lässt dabei die Mandeln Karussell fahren. Da läuft einem das Wasser im Munde zusammen!

Ein echtes Original: Gunnar Schweizer und seine Zinnfiguren

Gunnar Schweizer
MDE

Wer schon mal am Christkindlmarkt-Standl von Gunnar Schweizer vorbeigeschaut hat, erinnert sich bestimmt an den charismatischen Kunsthandwerker und seine Engel, Weihnachtspyramiden und Figuren aus Zinn. Noch heute werden die Zinnfiguren in der Zinnmanufaktur Schweizer in Dießen am Ammersee von Hand gegossen, wo man sie auch erwerben kann. Ansonsten findet man das große Zinnwarensortiment der Schweizers in ihrem Münchner Laden in der Maxburgstraße.

Kripperl-Kunst mit Liebe zum Detail: Zu Besuch bei Familie Gebauer

Gebauer
MDE

Aus Bairawies in der Nähe von Geretsried, knapp eine Stunde von München entfernt, kommen sie her, die aufwendig handgestalteten Krippen der Familie Gebauer. Der Familienbetrieb ist bekannt für seine orientalisch geprägten Weihnachtskripperl. Aber natürlich auch für die dazugehörigen Figuren und das benötigte Zubehör. Die Familie Gebauer betreibt ihren Stand auf dem Münchner Kripperlmarkt bereits seit über 40 Jahren.

Vom Entwurf bis zur Laser-Gravur: So entsteht ein „Münchner Licht“

Münchner Licht
Firma Münchner Licht, Fam. Porth

Ein Windlicht, das je nach Stimmung glitzernde Schneeflocken, Kinder mit Laternen, einen Schneemann oder die festliche Weihnachtskrippe zeigt? Gibt's nicht? Gibt es doch! Die Motive der Windlichter von Angelika und Charles Porth vom Münchner Licht kann man dank einsetzbarer Holzfurnierfolie ganz einfach austauschen und Euch so immer wieder aufs Neue daran erfreuen.

  • Wie wird’s gemacht? Die Lichter samt Motivfolien herzustellen, ist aufwendig. Von der Skizze bis zum fertigen Druck entsteht alles „made in Munich“ in der eigenen Werkstatt des Familienunternehmens. Hauptarbeit ist dabei der kreative Part, bei dem die Entwürfe per Hand gezeichnet, dann auf den PC übertragen und zuletzt mit einer speziellen Laser-Maschine graviert werden.
  • Was ist das Besondere? Die Windlichter sind nicht nur ein originelles Geschenk zur Adventszeit – es gibt auch Designs passend zu Geburtstag, Hochzeit und zu den beliebtesten Münchner Sehenswürdigkeiten wie der Frauenkirche, der Feldherrnhalle oder dem Chinesischen Turm.
  • Welche Tradition steckt dahinter? Die einzigartigen Windlichter werden seit 2005 von Familie Porth selbst entworfen, produziert und exklusiv vertrieben. Sie sind urheber- und markenrechtlich geschützt.

Über 200 strahlende Sternleuchten: ein Blick ins Atelier Rausch

Leuchtsterne
Lukas Barth
Die leuchtenden Sterne werden von Familie Rausch selbst entworfen und im eigenen, türkischen Familienbetrieb produziert

Weihnachtlich, bayerisch oder doch lieber orientalisch? Mit Glitzer oder aus Naturpapier? Bei den Sternleuchten von Familie Rausch wird man auf jeden Fall fündig. Denn nicht nur Engel, Hirsche oder Schneeflocken zieren die Sterne, sondern auch Mondsonnen, Blumen und Ornamente aus 1001 Nacht. Vielleicht hat man die leuchtenden Sternen-Standl von Uta, Hizir und Milan sogar schon mal gesehen? Normalerweise findet man sie am Tollwood, beim Weihnachtsmarkt am Sendlinger Tor und am Münchner Christkindlmarkt rund um den Marienplatz.

  • Wie wird’s gemacht? Die einzelnen Sterndesigns entwerfen die Rauschs am heimischen Küchentisch oder in ihrem Atelier in der Hermann-Lingg-Straße im Februar und März, wenn es noch schön kalt und winterlich ist. Danach entsteht eine Druckvorlage in Zusammenarbeit mit professionellen Designer*innen. Gefertigt werden die Sterne dann aus handgeschöpften, indischen Papieren zu fairen Bedingungen im eigenen Familienbetrieb in der Türkei.
  • Was ist das Besondere? Oft bleiben die Modelle nicht nur ein Jahr, sondern werden weiterentwickelt und bis zur nächsten Saison in Form und Farbe abgewandelt. So entstanden seit 1992 über 200 eigens kreierte Sternmotive.
  • Welche Tradition steckt dahinter? Auf die Idee zu nachhaltigen, ökologischen und fair produzierten Sternen kamen Uta Rausch und Hizir Kocaman bei einer Reise nach Indien. Seit über 20 Jahren erhellen ihre Sternleuchten nun die Münchner Weihnachtszeit.

Krippen-Schnitzer aus Tradition: das Familienunternehmen Kreutz/Jaumann

Michael Jaumann
Michael Jaumann
Michael Jaumann führt die Holzbildhauerei Kreutz/Jaumann bereits in dritter Generation

Seit über 70 Jahren ist das Familienunternehmen Kreutz/Jaumann auf dem Münchner Kripperlmarkt vertreten. In dritter Generation führt Michael Jaumann das Erbe seines Großvaters mit viel Liebe fürs Detail weiter. Besonders die Qualität seiner Produkte liegt dem gelernten Holzbildhauer aus Gröbenzell dabei am Herzen.

  • Wie wird's gemacht? Krippenfiguren, ganze Krippenhäuser, Tiere und Zubehör in allen Größen und Farben, religiöse Figuren wie Madonnen, Kreuze und Engel: All das wird hier selbst handgeschnitzt oder von namhaften Händlern aus Deutschland und Südtirol eingekauft. Nicht nur individuelle Einzelstücke und Sonderanfertigungen, auch Reparaturarbeiten oder Restaurierungen übernimmt der Familienbetrieb.
  • Was ist das Besondere? Eine beliebte Besonderheit sind die bekleideten Krippenfiguren: Die Köpfe, Hände und Füße bestehen aus Ahornholz und der Körper ist elastisch. Über 40 verschiedenen Figuren kann man so ganz persönlich zurechtbiegen und anschließend auch selbst entscheiden, welche Schuhe und Bekleidung der Heilige tragen soll.
  • Welche Tradition steckt dahinter? In der schweren Nachkriegszeit begann der Firmengründer Josef Kreutz im Jahr 1946 mit der Herstellung von Weihnachtskrippen. Auf die bayerisch-barocke Krippenvariante erhielt er 1958 das Urheberrecht.

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