Vor dem Rathaus erstrahlt eine Sibirische Weißtanne

Münchner Christbaum am Marienplatz ist erleuchtet

Der Münchner Christkindlmarkt am Marienplatz ist offiziell eröffnet: Mit dem Countdown "3 - 2 - 1 - Licht" erstrahlte der Christbaum am 21. November um kurz nach 17 Uhr. Die Sibirische Weißtanne ist eine Spende aus dem Landkreis Weilheim-Schongau und ist mit rund 3000 LED-Lichtern geschmückt. Bis zum 6. Januar 2023 leuchtet der Baum auf dem Marienplatz.

Christbaum am Marienplatz
Michaela Mühlbauer

Eröffnung des Christkindlmarkts am 21. November

Bei der Eröffnung des traditionsreichen Weihnachtsmarkts am 21. November hat der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter gemeinsam mit Landrätin Andrea Jochner-Weiß und dem Bürgermeister von Hohenpeißenberg Thomas Dorsch die Baumspende den Christbaum offiziell der Münchner Bevölkerung übergeben.

Bis Heiligabend wird die 25 Meter hohe Weißtanne aus der Gemeinde Hohenpeißenberg im Landkreis Weilheim-Schongau das Wahrzeichen des Münchner Christkindlmarktes sein. Während der Adventszeit wird der Landkreis gemeinsam mit seinen Gemeinden bis zum 23. Dezember einen Glühweinstand mit herzhafter Brotzeit im Prunkhof des neugotischen Rathauses betreiben.

Christbaum am Marienplatz - Eröffnung
Stefanie Schwenda
Oberbürgermeister Dieter Reiter mit seiner Frau Petra und Landrätin Andrea Jochner-Weiß (l.)

So wird der Christbaum beleuchtet

Die Mitarbeiter des städtischen Baureferats, Abteilung Straßenbeleuchtung, haben den Baum mit Lichterketten geschmückt. Es kommt dabei eine sparsame LED-Beleuchtung zum Einsatz. Der Christbaum aus Hohenpeißenberg erstrahlt im Glanz seiner rund 3.000 Kerzen bis 6. Januar 2023. Um neben dem Einsatz der LED-Technik weitere Energie zu sparen, wird die Beleuchtung in diesem Jahr nicht schon vormittags eingeschaltet, sondern erst mit Einbruch der Dämmerung gegen 16 Uhr. Um 23 Uhr wird die Beleuchtung ausgeschaltet.

Woher kommt der Münchner Christbaum?

Christbaum am Marienplatz
Michaela Mühlbauer

Für 2022 wurde als „Christbaum für München“ eine etwa 50 Jahre alte Sibirische Weißtanne aus der Gemeinde Hohenpeißenberg ausgewählt. Der Baum misst etwa 25 Meter in der Höhe und rund 75 Zentimeter im Durchmesser am unteren Stamm.

Bislang stand die Weißtanne am westlichen Ortsrand der Gemeinde Hohenpeißenberg. Ihre Fällung stand ohnehin aus Sicherheitsgründen an, da an dieser Stelle eine Stromleitung verläuft. Am bisherigen Standort ist eine Ersatzpflanzung geplant. Die Weißtanne wurde am Mittwochmorgen, 2. November, unter Beisein der Hohenpeißenberger Bevölkerung, der lokalen Presse sowie Vertretern des Landratsamts Weilheim-Schongau, vom Bauhofteam der Gemeinde gefällt und auf ein Schwertransportfahrzeug verladen.

Am 3. November machte sich der Schwertransport um 2 Uhr morgens auf die 75 Kilometer lange Reise durch drei Landkreise. Um 6 Uhr wurde der Christbaum schließlich am Marienplatz angeliefert. Ein Team der Münchner Berufsfeuerwehr sorgte mit schwerem Gerät dafür, dass der Baum aufgerichtet und mit dem Kran in das zwei Meter tiefe Bodenloch vor dem Neuen Rathaus versenkt und verkeilt wurde.

Video-Reel: Der Aufbau im Zeitraffer

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„Zwei Mal mussten wir auf den Christkindlmarkt verzichten, nicht aber auf das weihnachtliche Friedenssymbol auf dem Marienplatz. Gerade in diesem Jahr sendet der Christbaum für viele Menschen eine Botschaft der Hoffnung aus, die in schwierigen Zeiten umso wichtiger ist. Ich kann es kaum erwarten, unseren Christbaum im vollen Glanz zu erleben.“

Clemens Baumgärtner (CSU), der Referent für Arbeit und WIrtschaft
Clemens Baumgärtner Referent für Arbeit und Wirtschaft

Der Christbaum kann als Maibaum erworben werden

Der Baum wird voraussichtlich ab dem 16. Januar wieder abgebaut und steht dann für eine weitere „Karriere“, beispielsweise als Maibaum, zur Verfügung. Interessenten können sich ab sofort beim Direktorium der Landeshauptstadt München unter der Rufnummer +49 (0)89 233-92605 melden.

Christbäume werden seit 1977 gespendet

Seit 1977 kommt die Landeshauptstadt München in den Genuss einer Christbaumspende. Die Warteliste der Gemeinden, die sich als Spender anbieten, ist lang. Als Dank für den Christbaum dürfen die Ortschaften aus dem In- und Ausland (Österreich, Italien) während des Münchner Christkindlmarktes im Prunkhof des Rathauses Glühwein ausschenken und sich als touristische Destination präsentieren.

Die Weißtanne aus Hohenpeißenberg ist der dritte Baum in Folge aus dem oberbayerischen Landkreis. 2020 spendierte bereits die Gemeinde Steingaden an der westlichen Kreisgrenze einen Baum, 2021 kam der Baum aus der Gemeinde Peiting.  Die Spendergemeinde Steingaden im Pfaffenwinkel als Kompensation für 2020, als der Christkindlmarkt coronabedingt abgesagt werden musste, eine Ausschankmöglichkeit mit Tourismuswerbung auf dem Marienplatz (Stand Nummer 40).

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